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Hinweise

 

Besondere Hinweise zur Leistungsbeurteilung

  1. Jede Lehrerin/Jeder Lehrer muss ihr/sein System der Leistungsbeurteilung - vorzugsweise in schriftlicher Form - den Schülerinnen und Schülern sowie auf Wunsch auch den Erziehungsberechtigten mitteilen.
  2. Die Systeme der Leistungsbeurteilung sollen zumindest innerhalb einer Fachgruppe an der Schule abgestimmt und möglichst vereinheitlicht werden.
  3. Über das System der Leistungsbeurteilung sowie über den jeweiligen Leistungsstand des Schülers/der Schülerin hat der Lehrer/die Lehrerin in offener und transparenter Weise den betreffenden Schüler/die betreffende Schülerin sowie dessen/deren Erziehungsberechtigte zu informieren. Auf Wunsch müssen auch konkrete Noten bekannt gegeben werden. Zwischennoten für einzelne Leistungsfeststellungen sind unzulässig.
  4. Die Vielfalt der Leistungsfeststellungsformen (Mitarbeit, mündliche Prüfung, Schularbeit, Diktat, Test, Hausübungen, soziale Arbeitsformen, Referat) muss stärker beachtet und ernst
    genommen werden.
  5. Um "Wildwuchs" an Leistungsfeststellungen zu vermeiden, werden Koordinationssitzungen und Klassenkonferenzen sowie auch Anmerkungen im Klassenbuch empfohlen.
  6. In Schularbeitenfächern sind schriftliche Leistungsfeststellungen in Form von Schularbeiten vorgeschrieben. Tests sind in diesen Gegenständen ausdrücklich untersagt. Diktate in Deutsch, den lebenden Fremdsprachen, Musikerziehung und Maschinschreiben sind jedoch möglich. Im Rahmen der Mitarbeit können auch in die Unterrichtsarbeit eingebundene schriftliche Leistungen festgestellt werden. Dabei handelt es sich um schriftliche Mitarbeitsüberprüfungen im Sinne von Stundenwiederholungen. Diese müssen sich eindeutig von einem Test unterscheiden und dürfen nur ein eng begrenztes Stoffgebiet (vier bis sechs Stunden) umfassen. Solche Überprüfungen müssen nicht angesagt werden und dürfen nicht benotet werden. Mit Rücksicht auf die Belastung der Schüler/innen sind diese äußerst sparsam einzusetzen und müssen innerhalb der Klasse koordiniert und dokumentiert werden.
  7. Die regelmäßige, zumindest stichprobenartige Korrektur von Hausübungen ist als Feedback für Schüler/innen und als Beitrag zur Verbesserung ihrer Leistungen sehr wichtig.
  8. Bei den Vorwissenschaftlichen Arbeiten werden offensichtliche Verstöße gegen die Sprach- und Schreibrichtigkeit markiert und in die Beurteilung mit einbezogen. Details dazu sind der VWA-Plattform des Ministeriums zu entnehmen.
  9. Verstöße gegen die Schreib- und Sprachrichtigkeit sind bei schriftlichen Leistungsfeststellungen in allen Unterrichtsgegenständen zu korrigieren und nach Maßgabe des Lehrplanes in die Beurteilung miteinzubeziehen. Seit dem Schuljahr 2005/06 sind auch Abweichungen von der neuen Rechtschreibung zu korrigieren und als Fehler zu bewerten.
  10. Die "Stundenwiederholung" im Sinne einer mündlichen Mitarbeitsüberprüfung (vgl. LBVO § 4) und die (angesagte) mündliche Prüfung (vgl. LBVO § 5) sind klar voneinander abzugrenzen und zu unterscheiden.
  11. Mündliche Prüfungen sowie Schularbeiten dürfen nicht nach mindestens drei aufeinanderfolgenden schulfreien Tagen durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Feststellungen der Mitarbeit, mündliche Übungen und graphische Leistungsfeststellungen.
  12. In Bildnerischer Erziehung, Bewegung und Sport, Musikerziehung und Werkerziehung sind mangelnde Anlagen und mangelnde körperliche Fähigkeiten bei erwiesenem Leistungswillen zu Gunsten des Schülers/der Schülerin – unabhängig von der objektiv erbrachten Leistung – zu berücksichtigen (ausgenommen an Schularten, an denen diese Unterrichtsgegenstände von besonderer Bedeutung sind).
  13. Die Mitschrift eines Schülers/einer Schülerin in Form eines Heftes oder einer Mappe kann durchaus als Leistung im Bereich der Mitarbeit in die Beurteilung mit einbezogen werden.
    Ausdrücklich ist die äußere Form einer Arbeit als wesentlicher Bestandteil der Leistung in Bildnerischer Erziehung, Darstellender Geometrie, Haushaltsökonomie und Ernährung (Theorie) sowie Ernährung und Haushalt (Praktikum), Geometrischem Zeichnen, graphischen und zeichnerischen Darstellungen (z.B. in Biologie und Umweltkunde, Geographie und Wirtschaftskunde, Physik und Mathematik), Werkerziehung, Kurzschrift und Maschinschreiben mit zu berücksichtigen.
  14. Wer in der Unterstufe in einem Unterrichtsgegenstand mehr als die Hälfte der Schularbeiten im Semester versäumt, muss eine Schularbeit nachholen. Wenn in der Oberstufe im Semester mehr Schularbeiten als eine vorgesehen sind, müssen so viele versäumte Schularbeiten nachgeholt werden, dass für das Semester mindestens zwei Schularbeiten vom Schüler/von der Schülerin erbracht werden.
  15. Weder das Verhalten eines Schülers/einer Schülerin in der Schule und in der Öffentlichkeit noch persönliche Meinungsäußerungen des Schülers/der Schülerin dürfen in die Leistungsbeurteilung miteinbezogen werden.
  16. Bei Ausscheiden eines Schülers/einer Schülerin zu einem Zeitpunkt, in dem ein Jahreszeugnis noch nicht ausgestellt werden kann, ist auf sein/ihr Verlangen eine Schulbesuchsbestätigung mit einer Beurteilung der bis zu diesem Zeitpunkt erbrachten Leistungen auszustellen.
  17. Schulpflichtigen außerordentlichen Schülerinnen und Schülern ist zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens bzw. am Ende eines jeden Unterrichtsjahres eine Schulbesuchsbestätigung über die Dauer ihres Schulbesuches bzw. über das Unterrichtsjahr mit einer Beurteilung ihrer Leistungen in den einzelnen Pflichtgegenständen (unter allfälliger Berücksichtigung der mangelnden Kenntnis der Unterrichtssprache) auszustellen.