Gymnasium Draschestrasse

Ausflug der 7C zur Tesla-Anlage in der Rosasgasse

Im Rahmen einer Exkursion besuchten wir, die 7C, begleitet von Herrn Professor Pitzl-Reinbacher, die Tesla-Anlage am BRG 12 Rosasgasse. Dort wurden wir von einer Professorin der Schule durch die Anlage geführt und durften hautnah die Experimente beobachten.

Natürlich hat uns die Professorin nicht nur die Anlage gezeigt, sondern auch viele atemberaubende Experimente mit uns gemacht, wie man an den zahlreichen Fotos und Videos sehen kann. Zuerst hat Sie uns die Anlage erklärt und uns eine kurze Backstory zum Projekt geben. Die Hochspannungsanlage wurde über mehrere Jahre hinweg vom damaligen Professor Kohaut gemeinsam mit Schülern und Studenten entworfen und umgesetzt. Heute befindet sie sich in einem Hochspannungslabor im Keller der Schule.

Die Frau Professor hat dann zuerst die Anlage eingeschaltet und es kamen Blitze mit zwei Millionen Volt aus der Spule herausgeschossen. Zum Vergleich: Die Teslaspule im technischen Museum hat nur eine Millionen Volt und eine Haushaltssteckdose 230V. Nach dem ersten Versuch hat die Professorin uns eine kleine Teslaspule gezeigt, wo man die eigene Hand hinhalten und spüren konnte, wie die Elektrizität auf die Hand wirkt. Man spürt nur ein leichtes Kribbeln. Die Blitze haben zwar eine hohe Spannung, aber auch eine sehr hohe Frequenz von über 50000 Hertz. Deswegen fließt kein Strom durch das Innere des Körpers. Danach hielt die Lehrerin eine Leuchtstoffröhre in die Nähe von der kleinen Spule und zeigte uns, dass die Lampe leuchtete, ohne einen direkten Anschluss an eine Steckdose zu haben. Das Gas in der Leuchtstoffröhre wurde durch das starke elektrische Feld zum Leuchten gebracht. So wollte Nikola Tesla mit seiner Erfindung ganze Städte beleuchten, er konnte seine Idee aber nicht verwirklichen. 

Als drittes Experiment schob die Professorin einen Faraday-Käfig, bestehend aus einem umgebauten Einkaufswagen, zu uns hin und fragte, wer gerne drinnen sitzen würde. Zwei Schüler meldeten sich freiwillig und saßen abwechselnd im Käfig, während Blitze mit 2 Millionen Volt auf sie geschossen wurden. Die Schüler blieben natürlich unverletzt. Ein Faraday-Käfig schirmt die Elektrizität vollständig ab.

Danach zeigte sie uns einen größeren Käfig, wo mehr Leute reingepasst haben, und der funktionierte mit dem gleichen Konzept wie der umgebaute Einkaufswagen. Wir konnten vom Inneren des Käfigs filmen, wie die Blitze auf uns zuschossen und in das Gitter einschlugen. Wenn man von Innen die Hand auf das Gitter legt, war aber nichts zu spüren.

Und zu guter Letzt verband die Professorin ein Keyboard mit der Anlage und ließ unseren Mitschüler Igor Melodien drauf spielen. Die Blitze, die die Anlage erzeugten, hatten die Frequenz der gespielten Töne und es klang trotz des bizarren Geräusches der Blitze sehr schön.

Nachdem die Professorin uns die Experimente gezeigt hat, führte Sie uns durch die Schule und erklärte uns kurz die Geschichte der Schule. Die wurde nämlich noch in der Kaiserzeit von Kaiser Franz Joseph 1. erbaut und ist somit mit seinen Initialen auf den Wänden versehen.

Die ganze Klasse fand den Ausflug einzigartig und unvergesslich, da sich keiner die Blitze so vorgestellt hat. Weiters waren die Experimente alle sehr interaktiv, wo jeder mitmachen konnte. Alle haben viel gelernt von dem Ausflug und würden es nur weiter empfehlen dort hinzuschauen. Der Ausflug hat uns allen sehr gut gefallen und war außerdem noch ausgesprochen lehrreich. Besonders beeindruckend war es, das Prinzip des Faraday’schen Käfigs mit eigenen Augen zu sehen.

Santino Nicolini, Ryan Calof und Ruben Kelly, 7C

Jänner 2026